Die Viagra feiert seinen 15. Geburtstag

Das anscheinend beliebteste Medikament in der westlichen Welt feiert seinen 15. Geburtstag. Der zufällig gefundene Wirkstoff half bereits Millionen Nutzern und wird weiterhin ein Verkaufsgarant bleiben. Mit diesem Tag läuft das Patent aus und schafft Raum für weitere Medikamente auf der Basis von Sildenafil.

Es sind keine Risiken zu viagra verwenden

Seit nunmehr mehr als 20 Jahren ist bekannt, dass eines der verbreitetsten männlichen Leiden mit Medikamenten zu lindern ist. Im Jahre 1983 wurde auf einer Konferenz für Urologen bekannt, dass die Annahme, Erektionsstörungen ausschließlich auf die Psyche zurückzuführen sei, falsch ist. Hierbei injizierte sich ein Wissenschaftler den Stoff Phentalomin in seinen Penis, welcher sich unverzüglich und unkontrolliert aufrichtete. Trotz der Tatsache, dass das Medikament nicht ausgereift und einige Mängel aufwies, wurde nun mehr als deutlich, dass den Betroffenen von Erektionsstörungen geholfen werden kann.


Bis zu diesem Tage konnten Ärzte ihre Patienten nur mittels einer Psychotherapie behandeln lassen. Die Suche nach einem geeigneteren Stoff dauerte an, bis man im Jahr 1985 in dem Ort Sandwich eine interessante Entdeckung machte. Hier in Großbritannien wurde zu diesem Zeitpunkt ein synthetischer Stoff namens Sildenafil getestet, welcher eigentlich Durchblutungsstörungen am Herz regulieren sollte indem er das Enzym PDE-5 blockierte. In einer klinischen Studie stellte sich allerdings heraus, dass die Halbwertzeit des Sildenafil nur 4 Stunden betrug. Für ein Herzmedikament ist das in keinem Fall ausreichend. Ebenso wurde festgestellt, dass die Durchblutungsstörungen im Bereich des Herzens nicht behoben werden konnte. Doch informierten einige männliche Studienteilnehmer die kontrollierenden Ärzte über ein unvergleichliches Phänomen: Sie bekamen bei einem kleinen sexuellen Impuls eine lang andauernde Erektion. Diese überprüften die Aussagen und stellten fest, dass der synthetische Stoff durchaus PDE-5 blockierte. Dass die Wirkung im Genitalbereich ungleich höher ist als im Bereich des Herzens, überraschte. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Arbeit an dem Herzmedikament eingestellt.


Der Pharmakonzern Pfizer sicherte sich die Rechte an Sildenafil über ein Patent und begann den Stoff bei Erektionsstörungen zu untersuchen. In dem Jahr 2013 läuft die Frist des Patents aus und öffnet die Tore für weitere Medikamente auf der Basis von Sildenafil. Der freie Verkauf von Viagra Generika bringt den Betroffenen erhebliche preisliche Vorteile. Die Kosten für die Forschungsarbeit (von der Idee bis hin zu dem entwickeln der richtigen Rezeptur) sind nicht zu unterschätzen. Generika sind Medikamente, die auf der gleichen Basis und mit einer identischen Dosierung arbeiten. Die Wirkungsweise ist mit dem Originalprodukt deckungsgleich. Die Hersteller von Generika können auf diese intensive Forschung verzichten und ihr Medikament preiswerter anbieten. Ein anderer Grund für die geringeren Preise kann auch mit der Tatsache begründet werden, dass die Konkurrenz, die das Produkt ebenfalls anbieten kann, preislich unterboten werden sollte, um möglichst attraktiv zu erscheinen. In Deutschland greift noch das noch bis Juni das Patent.


Ab Juli 2013 kann man Viagra Generika auch in den Apotheken erhalten und ist nicht mehr auf den Bezug der Medikamente über das Internet angewiesen. Verschiedene internationale Homepages bieten den gern genutzten Service an und haben sich auf den Markt in Deutschland spezialisiert. Online-Versandhäuser haben noch einen anderen, meist bedeutenderen Vorteil als den preislichen: Sie sind anonym. Hier haben Patienten nicht nur die Möglichkeit das Medikament ohne Rezept zu erhalten. Sie brauchen sich auch niemanden gegenüber zu erklären oder einem Verkäufer bei der Bestellung der Wunderpille in die Augen zu schauen. Vor allem bei einer Krankheit, mit der sensibel umgegangen werden sollte, ist das ein entscheidender Vorteil.


Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Männer an Erektionsstörungen leiden. So haben Wissenschaftler der Universität Köln im Jahr 2000 festgestellt, dass bis zu einem Alter von 49 Jahren nur etwa jeder Zehnte betroffen ist. Bereits in der übernächsten Altersgruppe (ab 60 Jahren)leidet bereits jeder dritte Mann an erektiler Dysfunktion. Die Ursachen dafür können sehr verschieden sein. Hierbei spielen Krebserkrankungen ebenso eine Rolle wie Diabetes oder übermäßiger Alkoholkonsum. Ebenso können aber auch eine Störung im Hormonhaushalt oder die Einnahme von Medikamenten die Ursache sein.


Dass die Lust auch auf erotische Abenteuer auch im Alter nicht unbedingt abnimmt, wollen amerikanische Wissenschaftler herausgefunden haben. Sie berichten, dass es seit der Markteinführung von Viagra einen starken Anstieg von Geschlechtskrankheiten in Altersheimen zu verzeichnen sei. So sollen Männer, die sich mit Prostituierten vergnügt haben, und erst durch die Einnahme von Viagra dazu in der Lage waren, die Ursache sein. Es konnte allerdings nicht nachhaltig bewiesen werden, dass Viagra und die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten in einem direkten Zusammenhang stehen.